Die Infrastruktur

lumatica bildet die physische Struktur eines Logistikstandorts digital ab. Standorte, Hallen, Tore, Parkplätze, WA-Plätze und Regalplätze werden zentral angelegt und bilden anschließend die gemeinsame Grundlage für Slotbuchung, Aufträge, Fahrerführung und Hofsteuerung. Über den Infrastruktur-Generator lassen sich diese Bereiche strukturiert erzeugen, während das Standortlayout daraus die visuelle Orientierung für den operativen Betrieb schafft. So wird aus einzelnen Stammdaten ein digital aufgebauter Standort, auf den die weiteren Logistikprozesse direkt zugreifen können.
Die Infrastruktur definieren
Bevor du die erste Halle, das erste Tor oder einen Platz erzeugst, legst du einmal fest, wie deine Infrastruktur in lumatica aufgebaut und bezeichnet werden soll. Du bestimmst selbst, welchem Format deine Infrastruktur-Keys folgen – beispielsweise SS-HH-TT oder SS-HH-TTT. lumatica passt sich damit an die bestehende Bezeichnungslogik deines Standorts an, statt dir eine neue Struktur vorzugeben. Die definierten Infrastruktur-Keys bilden anschließend die Grundlage für das gesamte Generator-System. Änderungen an der Struktur sind auch später möglich, ohne bestehende Zuordnungen zu brechen. Zusätzlich kann die Infrastruktur für jeden Standort individuell konfiguriert werden. Einmal definiert, arbeiten die nachfolgenden Generatoren für Hallen, Tore, Plätze und weitere Infrastrukturelemente automatisch mit diesen Vorgaben.


Die Standorte
In lumatica kannst du beliebig viele Standorte anlegen und wieder entfernen. Ein neuer Standort wird mit einem Klick über die Standortverwaltung hinzugefügt. Mit der eindeutigen Standort-ID, Adresse und Hausnummer ist der Standort unmittelbar im System angelegt. Gleichzeitig erzeugt lumatica den zugehörigen Eintrag im lumatica-Firmenregister. Dieser bildet später die Grundlage dafür, den Standort über die SNAP-Verwaltung eindeutig zuordnen und verwenden zu können.
Die Hallen
Hallen weist du über den Hallen-Generator eindeutig einem deiner Standorte zu. Dafür genügen zwei Angaben: Halle von und Halle bis. Anschließend wählst du den gewünschten Standort aus und erzeugst die Hallen mit wenigen Klicks. Jede erstellte Halle ist eindeutig diesem Standort zugeordnet und erweitert unmittelbar dessen digitalen Zwilling.


Die Tore
Sobald Standort und Hallen angelegt sind, kannst du die zugehörigen Tore über den Tor-Generator erzeugen. Für jede Halle legst du lediglich „Tor von“ und „Tor bis“ fest und startest den Generator. Da jedes Tor eindeutig einer Halle zugeordnet wird, wird der Torblock für jede Halle separat erzeugt. In der Torübersicht siehst du anschließend direkt, welche Tore aktuell frei oder belegt sind. Tore können zusätzlich gesperrt und individuell beschriftet werden, damit sie passend zum tatsächlichen Arbeitsablauf genutzt werden können.
Die Parkplätze
Parkplätze lassen sich ebenso schnell für einen aktiven Standort anlegen und werden diesem eindeutig zugeordnet. Möchtest du die Parkflächen deines Hofs aktiv verwalten, übernimmt lumatica die Parkplatzsteuerung bei der Lkw-Ankunft: Der Fahrer wird nach seiner Ankunft zu dem für ihn vorgesehenen Parkplatz geführt und bestätigt dort seine Ankunft. So lässt sich die vorhandene Parkfläche gezielt in den Hofprozess einbinden. Parkplätze sind dabei keine Voraussetzung für den lumatica-Hofprozess. Möchtest du keine Parkplätze pflegen oder stehen nicht ausreichend definierte Parkflächen zur Verfügung, wird der Fahrer aufgefordert, selbst einen geeigneten Platz zu wählen und seine Ankunft zu bestätigen.


Die WA-Plätze
Mit dem WA-Platz-Generator legst du deine Warenausgangsplätze einmal zentral an und kannst anschließend deine Aufträge den entsprechenden Plätzen zuweisen. Zusätzlich lassen sich Tore gezielt mit WA-Plätzen verbinden. Dadurch weiß lumatica nicht nur, wo ein Auftrag bereitsteht, sondern kann daraus auch die passende Torzuweisung für den ankommenden Lkw ermitteln. Die WA-Platz-Zuordnung kann gleichzeitig für die Auftragsfreigabe an das angebundene WMS genutzt werden. Statt verfügbare Flächen manuell in den Hallen zu suchen, kann lumatica dem WMS mitteilen, wo ein Auftrag freigegeben werden kann. WA-Plätze lassen sich dabei als Typ „Tor“ oder „Regal“ anlegen und entsprechend der tatsächlichen Warenausgangsstruktur verwenden.
Die Regalplätze
Weil lumatica bereits an die nächsten Ausbaustufen denkt, sind Regalverwaltung und Regalübersicht schon heute vorbereitet. Mit dem einheitlichen Infrastruktur-Generator lassen sich Regalplätze nach Standort, Halle, Regal, Fach und Ebene modellieren. Die erzeugte Struktur wird anschließend in der Regalübersicht als digitaler Zwilling des tatsächlichen Regallagers dargestellt. Ein Platz ist dabei nicht auf eine einzige Verwendung festgelegt. Du kannst definieren, ob er beispielsweise als WA-Platz, Pickplatz oder Pufferplatz verwendet wird und welchem Platztyp – etwa CCG1 oder CCG2 – er entspricht.


Die intelligente Kapazität
Ordnest du deine Hallen entsprechend diesen Platztypen zu, kann lumatica daraus berechnen, wie viele Paletten des jeweiligen Typs insgesamt eingelagert werden können und wie viele Plätze aktuell noch verfügbar sind. Auch unterschiedliche Palettengrößen werden dabei berücksichtigt. Wird beispielsweise eine CCG1-Palette auf einem CCG2-Platz eingelagert, korrigiert lumatica die verfügbare Kapazität automatisch: Der belegte CCG2-Platz entfällt, während die verbleibende Kapazität entsprechend der kleineren CCG1-Einheit neu bewertet wird. Damit ist die Infrastruktur bereits für künftige Erweiterungen der Lager- und Platzsteuerung vorbereitet.
Das Standortlayout
Das Standortlayout gibt deinem Standort ein digitales Gesicht. Mit dem Layout-Generator zeichnest du Hallen und Bereiche einmalig ein und bildest deinen tatsächlichen Hof so ab, wie er vor Ort aufgebaut ist. Hallen, Sozialräume, WC-Bereiche, Tore und Parkplätze können ebenso eingezeichnet werden wie Office-, Dokumenten- oder weitere relevante Bereiche. Dabei entsteht nicht nur eine grafische Hofansicht. Die Bereiche werden mit festen Bezeichnungen wie Halle 1, Halle 2, T1, T2 oder P1, P2 versehen und mit der zuvor angelegten Infrastruktur verbunden. So entsteht aus deiner Infrastruktur der digitale Zwilling deines tatsächlichen Standorts.


Die Live-Ansicht
Das Standortlayout wird anschließend zur Arbeitsoberfläche des Hofprozesses. Fahrer und Leitstand arbeiten auf derselben digitalen Standortebene; auch berechtigte SNAP-Partner können den freigegebenen Hof read-only einsehen und die laufende Abarbeitung in Echtzeit nachvollziehen. Tore und Parkplätze verändern ihren Zustand direkt im Layout: Belegung, freie Bereiche und weitere Zustände werden über Farben und Animationen sichtbar. Der Fahrer erhält seine Führung direkt über den digitalen Standort, während Leitstand und berechtigte Partner den tatsächlichen Prozess auf derselben Grundlage verfolgen können.

Der mobile Prozess
Benutzer können für die mobile Arbeit gezielt einem Bereich zugeordnet werden. Dabei lässt sich festlegen, ob ein Mitarbeiter in keinem Bereich, ausschließlich in einem bestimmten Bereich oder bereichsübergreifend in allen Bereichen arbeiten darf. Die Bereichszuordnung begrenzt damit nicht einfach die Sicht auf das System, sondern die operative Bearbeitung mobiler Prozesse. Mitarbeiter arbeiten dort, wo sie eingesetzt sind, und kommen sich bei der Abarbeitung unterschiedlicher Bereiche nicht gegenseitig in die Quere.