Die Aufträge

lumatica führt einen Auftrag nicht nur bis zur ersten Be- oder Entladung. Der Auftrag bleibt über seinen tatsächlichen Waren- und Transportverlauf bestehen. Er kann über CSV oder Schnittstelle übernommen, durch eine Slotbuchung erzeugt oder mit einer späteren Buchung zusammengeführt werden. Bereits vorhandene Aufträge werden dabei nicht erneut angelegt oder überschrieben, sondern um die noch fehlenden Transport- und Fahrerdaten ergänzt. Auch komplexere Abläufe bleiben innerhalb dieses Vorgangs: mehrere Lieferscheine, Teilmengen, mehrere Ladestellen, unterschiedliche Standorte oder eine anschließende Anlieferung beim Empfänger. Fahrer und Bestand können selbst während der laufenden Bearbeitung weiteren Standorten zugeordnet werden. Nach dem Abschluss einer Ladestelle führt lumatica den Fahrer mit dem verbleibenden Auftrag weiter – bis die tatsächliche Transportkette abgeschlossen ist.
Der Auftrag entsteht
Ein Auftrag muss in lumatica nicht auf einem einzigen Weg entstehen. Warenausgangsaufträge können beispielsweise über CSV übernommen oder über eine Schnittstelle eingespielt werden. Ebenso kann aus einer Slotbuchung ein neuer WE- oder WA-Auftrag entstehen. Damit können vorhandene Auftragsdaten ebenso verarbeitet werden wie Vorgänge, die unmittelbar aus der gemeinsamen Zeitfensterplanung entstehen.


Das Auftragsmatching
Trifft eine Slotbuchung auf einen bereits vorhandenen Auftrag, wird dieser nicht überschrieben und nicht als weiterer Vorgang daneben angelegt. lumatica führt die Buchung mit dem bestehenden Auftrag zusammen. Hat der Standort beispielsweise den Warenausgang bereits im System und der ausführende Partner bucht anschließend den Transport, können Fahrer, Zugmaschine und Auflieger zum vorhandenen Auftrag ergänzt werden. Damit bleiben Planung und tatsächliche Transportdurchführung auf demselben Auftrag, statt zwei voneinander getrennte Datensätze zu erzeugen.
Die Multiaufträge
Mehrere Lieferscheine und Aufträge können gemeinsam mit demselben Fahrzeug abgewickelt werden. Im Wareneingang kann ein Fahrer mehrere Lieferungen gemeinsam anliefern. Im Warenausgang können mehrere Touren beziehungsweise Lieferscheine gemeinsam abgeholt werden – auch für unterschiedliche Empfänger. Die einzelnen Aufträge bleiben nachvollziehbar, während der Fahrer sie als gemeinsamen Transportvorgang durchführen kann.


Die mehreren Standorte
Ein Auftrag muss nicht vollständig an einem einzigen Standort bereitstehen. Befindet sich der benötigte Bestand beispielsweise an drei Standorten, kann dieser Bestand innerhalb der Auftragsübersicht den jeweiligen Standorten zugeordnet werden. Aus einem Auftrag entsteht damit keine künstliche Folge voneinander unabhängiger Aufträge. lumatica weiß weiterhin, welcher Bestand zu welchem Auftrag gehört, an welchem Standort er liegt und welcher Teil dort abgeholt werden muss.
Die Ladestellenfolge
Dem Fahrer können die zum Auftrag gehörenden Standorte direkt zugewiesen werden. Öffnet er anschließend seinen Auftrag, sieht er nicht nur eine allgemeine Abholung, sondern seine konkrete Folge der Ladestellen. Standort 1 → Standort 2 → Standort 3. Damit entsteht die Fahrerroute unmittelbar aus dem tatsächlichen Auftrag und dessen Bestandsverteilung. Separate Listen, Nachrichten oder nachträgliche telefonische Erklärungen sind für diese Zuordnung nicht erforderlich.


Die dynamische Auftragssteuerung
Die tatsächliche Abwicklung muss nicht vollständig feststehen, bevor der Fahrer startet. Wird erst während der Bearbeitung festgestellt, dass weitere Mengen an einem anderen Standort übernommen werden müssen, können Bestand und Fahrer auch dann noch diesem Standort zugeordnet werden. Der laufende Auftrag wird dafür nicht beendet und neu aufgebaut. Die zusätzliche Ladestelle wird Bestandteil seiner weiteren Abarbeitung und steht dem Fahrer anschließend im selben Vorgang zur Verfügung.
Der standortweise Abschluss
Wird Standort 1 abgearbeitet, schließt lumatica genau den dort vorgesehenen Teil des Auftrags ab. Mengen und Bearbeitung dieses Standorts sind erledigt – der Gesamtauftrag jedoch nicht, solange weitere Ladestellen oder offene Mengen bestehen. Der Fahrer wird anschließend mit demselben Auftrag zum nächsten vorgesehenen Standort weitergeführt. Dadurch wird ein Mehrstandort-Transport nicht nach jeder Ladestelle organisatorisch neu begonnen.


Die nächste Ladestelle
Befindet sich der Fahrer bereits in einem laufenden Auftrag und erreicht die nächste zugewiesene Ladestelle, muss dort nicht automatisch ein neues Zeitfenster gebucht und ein neuer Auftrag aufgebaut werden. Ist für diesen Standort keine erneute Slotpflicht vorgesehen, meldet der Fahrer lediglich seine tatsächliche Ankunft beziehungsweise „Ich habe geparkt“. Damit wird er in die operative Steuerung dieses Standorts aufgenommen und kann entsprechend der dortigen Vorgangspriorität weiterbearbeitet werden. Soll ein Unternehmen für bestimmte Standorte dennoch eine erneute Zeitfensterbuchung verlangen, kann dieser Prozess weiterhin vorgeschrieben werden.
Die Teilbearbeitung
Auch eine einzelne Ladestelle muss den Auftrag nicht vollständig erfüllen. Wird nur ein Teil der vorgesehenen Menge verladen oder entladen, führt lumatica Soll, Ist und offene Menge innerhalb des bestehenden Auftrags weiter. Nicht vollständig erfüllte Aufträge können erneut bearbeitet werden. Fehlt beispielsweise Ware im Wareneingang, kann die Restmenge später unter derselben Lieferscheinnummer nachgeliefert werden. Der Vorgang bleibt offen, bis die vorgesehene Menge tatsächlich erreicht wurde. Damit bildet der Auftragsstatus die Realität der Ware ab und nicht lediglich den Abschluss eines einzelnen Termins.


Die End-to-End-Weiterführung
Ist nach den Ladestellen auch das Zielunternehmen über SNAP in die Transportkette eingebunden, endet die digitale Führung nicht mit dem Verlassen des letzten Abholstandorts. Der Fahrer erkennt über seinen weiteren Auftrag, dass das Ziel bereits im System vorhanden ist. Die Transportkette setzt sich dort als Wareneingang fort. Er fährt zum Empfänger, öffnet den nächsten Prozessschritt und durchläuft dort die entsprechende WE-Abwicklung.